Michael Gaab

Über Michael Gaab

(Jahrgang 1975) ist Experte für Personen- und Sachversicherungen. Nach seinem Fernstudium zum Finanzwirt ist er mittlerweile seit über zehn Jahren im Bereich der Finanzdienstleistungen tätig. Auch er steht für ehrliches Unternehmertum ein und baut auf langfristige und transparente Geschäftsbeziehungen.

Jetzt die Unisex-Vorteile nutzen

Unisex-TarifeDie Unisex-Tarife kommen
Am 21. Dezember 2012 treten wie angekündigt die Unisex-Tarife für die private Krankenversicherung in Kraft. Sie verdanken ihre Einführung einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EUGH), das die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei Versicherungen herbeigeführt hatte.

Folgen für die Geschlechter
Für Frauen bedeutet diese Einführung eine Beitragsentlastung: Da sie im Schnitt fünf bis zehn Jahre länger leben als Männer, hatten sie bisher höhere Beiträge zu zahlen. Für Männer jedoch heißt es bei einem Neuabschluss ab dem 21. Dezember mehr zahlen, da die Differenz in der Lebenszeit nun kein Kriterium mehr sein darf.

Männer haben jedoch den Vorteil des Bestandsschutzes für bestehende Verträge innerhalb der PKV. Mit anderen Worten – vor dem Stichtag abgeschlossene Verträge sind auch danach nicht mehr abänderbar, es sei denn der Versicherungsnehmer wünscht das. So können Männer mit einem Neuabschluss jetzt noch bares Geld sparen.

Aber auch Bestandskunden können sich den Tarifwechsel zunutze machen und vor dem 21. Dezember die Vorteile des neuen Tarifs mit der alten Geschlechterregelung verbinden.
Frauen sollten ab dem Datum die Gunst der Stunde nutzen und den bisherigen PKV-Tarif wechseln, denn sie profitieren nun von besseren Tarifleistungen zu günstigeren Beiträgen. Jedoch kann frau bereits jetzt in die PKV eintreten, denn das Tarifwechselrecht garantiert einen Wechsel in einen der neuen Unisex-Tarife.

Für beide gilt: Umsichtig planen
Für beide Geschlechter gilt es nun rechtzeitig zu vergleichen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und bis Dezember einen vorteilhaften Abschluss zu erzielen. Männer wie Frauen sollten sich ausführlich beraten lassen.

Beitragsschock in der PKV ab 2013?

PKVSPIEGEL: PKV-Tarife erhöhen sich drastisch
Laut einem Bericht von SPIEGEL ONLINE droht den Mitgliedern von privaten Krankenversicherungen der Beitragsschock. Die Beiträge für Neukunden sollen, so das Magazin, im kommenden Jahr um bis zu 41 Prozent ansteigen. Und auch langjährig Versicherte haben mit teils deutlichen Erhöhungen zu rechnen.
Die Beitragserhöhungen haben jedoch nichts mit den Unisex-Tarifen zu tun, die die Gesellschaften nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs ab dem 21. Dezember 2012 einführen müssen.

Versicherer halten sich bedeckt
Ein exemplarisch vom SPIEGEL genannter Kunde der Gothaer hatte erfahren, dass sich sein Tarif, der bisher mit 921€ monatlich dotiert war, ab Januar um 100 Euro steigen sollte. Der 51jährige wollte das nicht akzeptieren und beauftragte einen Versicherungsmakler, um einen günstigeren Tarif zu finden.
Das Gros der Versicherten jedoch, so der Artikel weiter, habe noch keine Ahnung wieviel mehr sie ab dem kommenden Jahr zahlen müssen: Die Versicherer halten sich diesbezüglich bedeckt.

Unsicherheit bleibt
Wie an dem oben zitierten Artikel sehr anschaulich zu sehen ist, ist das Thema Beitragsanpassung noch immer ein sensibles. Zwar sollten derartige – oft einseitig verfasste – Berichte bald nicht mehr so häufig zu lesen sein. Die Unsicherheit der Kunden aber bleibt.
Vergessen wird oft, dass die Lebenserwartung aufgrund der rasanten Fortschritte im medizinischen Sektor steigt. Das muss auch eine Krankenversicherung einkalkulieren. Ein Beispiel ist die Computertomographie (CT). Im Jahre 2009 unterzogen sich knapp 5 Millionen Menschen einer CT. Das wäre vor zwanzig Jahren noch nicht denkbar gewesen.

Wir bringen Licht ins Dunkel
Zukünftig muss jeder, der eine private Krankenversicherung besitzt oder von der gesetzlichen wechseln möchte, mit einer Beitragserhöhung von 3-5% rechnen. Das ist aber kein reines PKV-Phänomen, denn auch die GKV hat über die Beitragsbemessungsgrenze ihre Beiträge angehoben.
Wenn Sie erwägen, aus der gesetzlichen in die private zu wechseln, schauen wir von Aquitus uns die Versicherer genau an. Häufige Tarifschließungen stellen aus unserer Sicht KEIN Qualitätsmerkmal dar.
Für Interessenten, die bereits eine PKV haben, bereiten wir bei Bedarf Lösungen vor, die einen Wechsel innerhalb der Gesellschaft möglich machen, um auf einen faireren Tarif zu kommen.

Betriebliche Krankenversicherung im Trend

GesundheitDeutschland entdeckt die betriebliche Krankenversicherung
Was in anderen Ländern bereits eine feste Institution geworden ist, gewinnt auch in der Bundesrepublik zusehends an Beliebtheit: Immer mehr Arbeitgeber bieten eine betriebliche Krankenversicherung an. War diese bis vor wenigen Jahren nicht mehr als ein Nischenprodukt, so sehen sich viele Unternehmen  heutzutage gezwungen, die betriebliche Krankenversicherung einzuführen. Im Zuge des Fachkräftemangels wollen sie für dringend gesuchte hoch qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver werden.

Vorteile der betrieblichen Krankenversicherung
Die betriebliche Krankenversicherung ist ein Teil der privaten Krankenversicherung (PKV) und bietet Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) längst nicht mehr bezahlt. Hierzu gehören beispielsweise die Chefarztbehandlung bei einem stationären Krankenhausaufenthalt sowie Zusatzleistungen in der Zahnbehandlung und diverse Vorsorgeleistungen.

In der Praxis erprobt
In der Praxis hat sich herausgestellt, dass das Angebot einer betrieblichen Krankenversicherung ein geschickter Schachzug ist, um Mitarbeiter dauerhaft an einen Arbeitgeber zu binden und die betrieblichen Abläufe sicher zu stellen.
Ferner ist es nicht nur für große Unternehmen empfehlenswert, den Arbeitnehmern ein derartiges Angebot bereitzustellen: Gerade mittelständische Betriebe, die es sich kaum leisten können immer wieder neu nach gutem Fachpersonal zu suchen, sollten über die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung nachdenken.

Private rüsten auf

GesundheitPKV kommt immer noch schlecht weg
Noch immer haben private Krankenkassen im Vergleich zu den gesetzlichen einen denkbar schlechten Ruf. In Teilbereichen schlechtere Leistungen der PKV sind in den letzten Wochen und Monaten häufiger in den Medien diskutiert worden. Nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die gesamte Branche stehen in einem schlechten Licht.

Minderleistungen ein Problem
Verbraucherschützer wie auch die gesetzlichen Krankenkassen weisen immer wieder auf diese Minderleistungen hin. In der Vergangenheit waren sie immer wieder Gegenstand von Kampagnen gegen die „Privaten“. Jetzt wird immer lauter nach dem Gesetzgeber gerufen, dass dieser den PKV-Anbietern einen Mindestleistungsumfang vorschreiben solle.

Arbeitsgruppe soll für Besserungen sorgen
Um zu verhindern, dass die Bundesregierung regulierend eingreift und und eine für alle Anbieter und Tarife einheitliche Grundleistung vorschreibt, hat der PKV-Verband diesen Juni eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie hat Kriterien ausgearbeitet, die sich als Mindestleistungen eignen sollen und im Rahmen der neuen Unisex-Tarife umgesetzt werden können.

Verbesserungen in mehreren Bereichen
Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe sind bereits im Sommer verabschiedet worden. Sie umfassen die Bereiche

  • Psychotherapie
  • Hilfsmittel (technische Mittel oder Körperersatzstücke als Hilfe bei Behinderungen, Krankheits- oder Unfallfolgen; außerdem lebenserhaltende Hilfsmittel)
  • Entwöhnungs- (Sucht-)behandlungen

Weg in die Zukunft
Hinter diesem Bestreben steckt aber mehr als eine bloße Image-Kampagne: Es wird deutlich, dass sich der PKV-Verband eingehend mit der Zukunft der privaten Krankenversicherer auseinandersetzt. Allmählich werden Kritik- und Angriffspunkte der gesetzlichen Kassen wie beispielsweise der AOK oder DAK aufgenommen und es wird mit steigendem Erfolg versucht, diese zu beseitigen.

Dennoch: Vorsicht vor schwarzen Schafen!
Trotz dieser Zusagen von Mindestkriterien werden einige Versicherer im privaten Segment weiterhin versuchen, gut bei den einschlägigen Versicherungsrechnern abzuschneiden – und das, obwohl sie nicht im vollen Umfang leisten.
Aquitus Finanzmanagement bietet gerade hier einen soliden Vergleich an. Wir weisen auf vorhandene Lücken und/oder Eigenbeteiligung hin.

Unisex-Tarife in der PKV: Keine finanzielle Einbahnstraße

Unisex-TarifeUnisex kommt
Am 21. Dezember 2012 ist es soweit: Die Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung (PKV) und auch bei den übrigen Versicherungen kommen. Das geht auf ein Urteil des europäischen Gerichtshofes (EUGH) zurück, der durch ein Urteil die Gleichbehandlung von Männern und Frauen auch bei Versicherungen herbeigeführt hatte. Galten bisher so genannte Bisex-Tarife, nach denen die Beiträge nach Geschlecht und Alter gestaffelt waren, so werden diese nun ungültig. Das Urteil stellt also einen weiteren Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit dar – jedoch mit unterschiedlichen Auswirkungen. Ein Durchschnittswert, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft errechnete, wird in die zukünftigen Unisex-Tarife mit einfließen.

Verschiedene Auswirkungen für Frauen und Männer:
Da Frauen in der BRD statistisch gesehen im Schnitt fünf bis zehn Jahre länger leben als Männer, schlug sich das bisher in den Versicherungsbeiträgen nieder – sie mussten mehr zahlen. Diese Regelung wird ab dem 21.12. aufgehoben sein. Die Einführung der Unisex-Tarife bedeutet für Damen also eine geringfügige Entlastung.
Anders sieht es bei den Herren der Schöpfung aus: Ihre Tarife, in die die statistisch geringere Lebenserwartung mit eingeflossen war, werden ebenfalls neu berechnet und den bisherigen Frauen-Tarifen angepasst. Männer werden also in Zukunft mehr zahlen müssen.

Jetzt von den Umstellungen profitieren
Beide Geschlechter haben jetzt noch die Möglichkeit, von der Umstellung von Bisex auf Unisex zu profitieren. Männer haben den Vorteil, dass für alle vor dem Stichtag abgeschlossenen PKV-Verträge Bestandsschutz gilt. Im Klartext bedeutet das, dass alle davor getätigten Abschlüsse nicht mehr abänderbar sind. Sollten Sie sich also dazu entscheiden, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV zu wechseln, wäre nun der richtige Zeitpunkt, weil bis zum 21. Dezember noch die alten Tarife gelten.
Aber auch Bestandskunden können noch einmal prüfen lassen, ob sich eine Leistungsverbesserung bei gleichzeitiger Beitragsersparnis erreichen lässt und bei Bedarf innerhalb der PKV wechseln. So ist es für sie ebenfalls möglich, einen finanziellen Vorteil aus der Umstellung zu ziehen.

Frauen sollten ab dem Stichtag die Gunst der Stunde nutzen und ihren bisherigen PKV-Tarif auf Unisex umstellen, denn sie werden von den für sie günstiger werdenden Beiträgen profitieren. Falls Sie über einen Wechsel aus der GKV nachdenken, so ist das aber auch jetzt schon möglich, da das Tarifwechselrecht einen späteren Wechsel in die Unisex-Tarife garantiert.

Optimale Ergebnisse mit PKV-Software
Um unsere Kunden beim Tarifwechsel bestmöglich zu unterstützen, arbeitet Aquitus Finanzmanagement mit einer speziellen PKV-Software. Diese vermittelt sowohl Kunden mit bestehender PKV, als auch Kunden, die aus der GKV wechseln möchten eine genaue Stärken- und Schwächeanalyse. So kann ganz individuell auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse eingegangen werden. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung setzen wir in nur auf Versicherer, die ähnliche Grundsätze leben wie wir selbst, nämlich Klarheit, Transparenz und Unabhängigkeit.

„Wucherzinsen“ bei Krankenkassen bald Geschichte?

GesundheitKoalition will hohe KV-Zinsen abschaffen
Die schwarz-gelbe Koalition will säumige Kassenpatienten von hohen Zinslasten befreien. Nach Informationen der BILD-Zeitung ist ein Zinssatz von etwa 10 Prozent im Gespräch. Bisher verlangen die Krankenkassen über ein Jahr 60 Prozent.

Änderungen noch nicht spruchreif
Ziel sei es, eventuellen Wucher abzuschaffen, so der CDU- Gesundheitsexperte Jens Spahn. Die Änderungen sollten Anfang 2013 in Kraft treten. Aus dem Gesundheitsministerium heißt es bestätigend, dass es durchaus Überlegungen in diese Richtung gebe. Es sei aber noch nichts festgelegt.

Mögliche Lösung: Basistarif
Bis Juni diesen Jahres waren nach Kassenangaben 1,6 Millionen Beitragskonten im Zahlungsverzug, das sind Außenstände von 1,77 Milliarden Euro.
Bei Privatversicherten sind ebenfalls Änderungen geplant: Hier sollen säumige Kunden nach einigen Monaten Zahlungsverzug automatisch in einen günstigen Basistarif mit wenigen Standardleistungen zurückgestuft werden.
Dieser Basistarif könnte ein guter Schritt dahingehend sein, den Versicherungsschutz für säumige GKV wie PKV-Kunden aufrecht zu erhalten, die Krankenkassen aber gleichzeitig zu entlohnen.

Mit der PKV alt werden: Legende und Fakten

PKVAOK: Rentner mit PKV unzufrieden
Das wissenschaftliche Institut der AOK veröffentlichte unlängst eine Studie, nach der privat versicherte Rentner im Alter mit der Höhe ihrer Beitragszahlungen unzufrieden sind. Weiter heißt es, dass knapp 50% der Befragten den Versicherungsschutz gekürzt oder eine höhere Eigenbeteiligung in Kauf genommen hätten,  um Beiträge zu sparen.

Debeka kontert mit eigener Studie
Dem widersprechen die „Privaten“ heftig. Die Debeka, mit 2,2 Millionen Vollversicherten die größte private Krankenversicherung Deutschlands führte gar selbst eine Studie durch, um die Behauptungen der AOK mit eigenen Zahlen zu widerlegen.
Nach dieser Erhebung nahmen im selben Zeitraum lediglich 1,5% der Rentner ein Wechselrecht und 0,3% eine höhere Selbstbeteiligung in Anspruch. Bei privat versicherten Beamten im Ruhestand lagen die Ergebnisse noch einmal unter denen der Rentner.
Während die AOK 1.000 bei einer privaten Krankenkasse versicherte (davon 79 Rentner) befragt hatte, lagen der Debeka 16.000 Verträge von Rentnern zugrunde.

Gut für’s Alter vorgesorgt
Fakt ist: Seit dem 01.01.2000 müssen neu Versicherte bei der PKV einen gesetzlich verankerten Zuschlag von 10% zahlen, der zu ihrem regulären Beitrag dazukommt. Dieser wird in der Regel vom 21. bis zum 60. Lebensjahr berechnet. Die daraus entstehenden Mittel werden verzinslicht angelegt und dafür verwendet, Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr abzuwenden. Beiträge können so konstant gehalten werden.
Das Ausmaß der finanzierenden Beitragsstabilität ist sicherlich unterschiedlich und hängt davon ab, wann der Versicherte in die PKV eintritt: ein 30jähriger kann mehr Rücklagen bilden als ein 50jähriger.
Laut aktueller Prognosen kann der 30jährige vom 60. bis zum 80. Lebensjahr selbst bei steigenden Gesundheitskosten mit gleich bleibenden Beiträgen rechnen. Sollten noch Mittel aus dem Zuschlag vorhanden sein, kann es ab dem 80. Lebensjahr sogar zu einer Beitragssenkung kommen.

Wir räumen mit Vorurteilen auf
Auch wenn viele die PKV betreffende Vorurteile aus der Welt geschafft werden konnten, so existieren noch immer zahlreiche Unklarheiten in diesem Sektor. Jüngere privat Versicherte haben Angst, dass die Beiträge ihrer Krankenversicherung im Alter explodieren und sie sich den Schutz nicht mehr leisten können.
Sollten Sie sich noch immer unsicher sein und Fragen hinsichtlich Ihrer PKV haben, berät Aquitus Finanzmanagement Sie gern ausführlich. Sie werden sehen, dass Sie bei den richtigen Konditionen mit Ihrer „Privaten“ alt werden und gesund bleiben können, ohne dabei ein finanzielles Risiko einzugehen.

Was Unisex für „Sie“ und „Ihn“ bedeutet

UnisextarifDie Unisex-Tarife kommen
Am 21. Dezember 2012 treten wie angekündigt die Unisex-Tarife für die private Krankenversicherung in Kraft. Sie verdanken ihre Einführung einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EUGH), der mit einem Urteil die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei Versicherungen herbeigeführt hatte.

Folgen für die Geschlechter
Für Frauen bedeutet diese Einführung eine Beitragsentlastung: Da sie im Schnitt fünf bis zehn Jahre länger leben als Männer, hatten sie bisher höhere Beiträge zu zahlen. Für Männer jedoch heißt es bei einem Neuabschluss ab dem 21. Dezember mehr zahlen, da die Differenz in der Lebenszeit nun kein Kriterium mehr sein darf.
Männer haben jedoch den Vorteil des Bestandsschutzes für bestehende Verträge innerhalb der PKV. Mit anderen Worten – vor dem Stichtag abgeschlossene Verträge sind auch danach nicht mehr abänderbar, es sei denn der Versicherungsnehmer wünscht das. So können Männer mit einem Neuabschluss jetzt noch bares Geld sparen.
Aber auch Bestandskunden können sich den Tarifwechsel zunutze machen und vor dem 21. Dezember die Vorteile des neuen Tarifs mit der alten Geschlechterregelung verbinden.
Frauen sollten ab dem Datum die Gunst der Stunde nutzen und den bisherigen PKV-Tarif wechseln, denn sie profitieren nun von besseren Tarifleistungen zu günstigeren Beiträgen. Jedoch kann frau bereits jetzt in die PKV eintreten, denn das Tarifwechselrecht garantiert einen Wechsel in einen der neuen Unisex-Tarife.

Für beide gilt: Umsichtig planen
Für beide Geschlechter gilt es nun rechtzeitig zu vergleichen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und bis Dezember einen vorteilhaften Abschluss zu erzielen. Männer wie Frauen sollten sich ausführlich beraten lassen und in jedem Fall einen Online-Vergleich, z.B. mit dem Krankenkassenrechner durchführen. Dieser ist konstenlos und kann unverbindlich genutzt werden.

Private und gesetzliche Krankenkassen im Clinch

AOK-Studie: Immer mehr Rentner mit PKV unzufrieden
Laut einer Studie des wissenschaftlichen Instituts der AOK sind immer mehr privatversicherte Rentner mit der Höhe ihrer Beitragszahlungen im Alter unzufrieden: um Beiträge zu sparen, hätten knapp 50% gar den Versicherungsschutz reduziert oder eine höhere Eigenbeteiligung in Kauf genommen.

Private Krankenkassen widersprechen
Dem widersprechen die privaten Versicherer heftig. Die Debeka – mit 2,2 Millionen Versicherten Deutschlands größte private Krankenkasse – will die These mit eigenen Zahlen widerlegen. Hiernach nahmen im selben Zeitraum lediglich 1,5% der Rentner ein Wechselrecht und 0,3% eine höhere Selbstbeteiligung in Anspruch.

Die Fakten
Fakt ist: Seit dem 1. Januar 2000 müssen neu Versicherte in der PKV neben dem Grundbeitrag einen gesetzlich geregelten Zuschlag von 10% bezahlen, mit dem Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr aufgefangen werden sollen. Sollten noch Mittel aus dem Zuschlag vorhanden sein, kann es ab dem 80. Lebensjahr sogar zu einer Beitragssenkung kommen.

Die neuen Unisex-Tarife kommen

Unisex-TarifeWas vom Europäischen Gerichtshof beschlossen und längere Zeit in den Medien angekündigt war, wird Ende des Jahres Realität: Am 21. Dezember 2012 tritt bei privaten Versicherungsabschlüssen eine entscheidende Neuerung ein. Zukünftig wird es keine getrennten Männer- und Frauentarife mehr geben, sondern nur noch einen für beide Geschlechter bei gleichem Alter und gleichen Voraussetzungen einheitlichen Unisex-Tarif.

Lady-like: Die wichtigsten Änderungen für Frauen
Diese Umstellung wird mitunter weitreichende finanzielle Folgen haben. So sollten Frauen, die sich mit dem Gedanken tragen eine Risikolebensversicherung abzuschließen, dieses Datum im Kopf behalten und den Abschluss vor dem Stichtag abwickeln. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft schätzt, dass eine Risikolebensversicherung für Frauen nach den neuen Unisex-Tarifen um bis zu 30% teurer wird als nach den bisher geltenden Frauentarifen. Statistisch gesehen leben Frauen in der Bundesrepublik Deutschland fünf bis zehn Jahre länger als Männer, die häufig noch während der Laufzeit der Versicherung versterben. Das spielt nun nach der neuen Rechnung keine Rolle mehr.
Ebenfalls teurer werden die private Krankenversicherung für ältere Frauen, die KFZ-Versicherung für jüngere Frauen und teilweise die private Unfallversicherung. Auch hier sollten Kundinnen, die an einem Neuabschluss interessiert sind und nicht tiefer in die Tasche greifen wollen, den Kalender im Blick haben und noch vor Ende Dezember abschließen.

Das ändert sich für das starke Geschlecht
Aber nicht nur für Frauen bedeuten die Unisex-Tarife eine Preissteigerung, auch Männer sind in verschiedenen Bereichen betroffen. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist da nur ein Beispiel. Michael Wortberg von der Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt männlichen Interessenten, einen neuen Vertrag auf jeden Fall vor dem Stichtag abzuschließen. Ansonsten droht gemäß einer Einschätzung der Stiftung Warentest nach der Umstellung auf den Unisex-Tarif eine Steigerung von bis zu 35%. Da Frauen sich häufiger berufsunfähig melden, sind die Männertarife bis jetzt noch wesentlich günstiger – auch das darf nach dem 21. Dezember keine Rolle mehr spielen. Ebenfalls teurer werden die private Rentenversicherung, die Pflegezusatzversicherung sowie die private Krankenversicherung für Männer unter 50 Jahren.

Fazit: Sorgfältig prüfen und rechtzeitig entscheiden
Sie sehen also, dass sich die Unisex-Tarife sehr unterschiedlich auf die Geschlechter auswirken können. Dabei lässt sich keine pauschal negative oder positive Tendenz feststellen. Jeder Fall muss als Einzelfall angesehen werden, weil er von individuellen Faktoren abhängt.
Wenn Sie also in Zukunft bei der Versicherung Geld sparen wollen, behalten Sie den 21. Dezember 2012 im Auge und vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem zuständigen Vorsorgespezialisten von Aquitus Finanzmanagement. Unsere Experten beraten Sie gern, prüfen Ihren Bedarf und helfen Ihnen bei Neuabschlüssen.